Fall des Monats

„Schwerer Verkehrsunfall mit Schulbus, ca. 20 Verletzte“
MANV in Baumholder

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Termine



Fortbildungsprogramm Notfallmedizin 2009 / 2010 Unser Forum für Notärzte/-innen, Rettungsassistenten /-innen und alle notfallmedizinisch Interessierten...


Tagesablauf

Unser Tag beginnt um 6:30 am Morgen. Dann kommen der Pilot und der Rettungsassistent zur Maschine in den Hangar, um diese für den bevorstehenden Tag flugklar zu machen. Der Pilot führt die Vorflugkontrolle durch, der Rettungsassistent checkt parallel alle medizinischen Geräte auf korrekte Funktion und Vollständigkeit. Kurz vor sieben kommt dann der Notarzt dazu.

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Nach einer gemeinsamen Tasse Kaffee verlässt uns der Notarzt wieder und fährt mit dem Fahrrad zur Frühbesprechung der Ärzte in die Klinik. Während des Tages versieht der Arzt seinen normalen Dienst im Krankenhaus. Pilot und Rettungsassistent kümmern sich dann um die täglich anfallenden Dinge des Stationsbetriebes wie z.B. Bestellungen, Abarbeiten der Post, Reinigen des Hangars, Waschen der Maschine etc.

Es gibt immer etwas zu tun auf der RTH-Station, so dass die Zeit bis zum ersten Einsatz recht flott vorbeihuscht. Die Rettungsleitstelle (RtLst) alarmiert den Hubschrauber über Funkalarmempfänger oder Telefon, und der Rettungsassistent nimmt die Daten der Einsatzstelle auf, während der Pilot schon in der Maschine sitzt und die Triebwerke startet. Der Notarzt kommt mit dem Fahrrad angerast und als letzter steigt der Rettungsassistent ein, nachdem er kurz kontrolliert hat, ob alle Bodenaggregate herausgezogen und alle Türen an der Maschine geschlossen sind.

Auf dem Flug übernimmt der Rettungsassistent die Navigation zur Einsatzstelle sowie den BOS-Funk mit den bodengebundenen Einsatzkräften wie Polizei und Feuerwehr oder aber dem RTW. Auch sucht er im Straßenatlas die genaue Einsatzörtlichkeit heraus und spricht den Piloten während der Landung in die Landestelle ein. Vor Ort überfliegen wir dann einmal die Einsatzstelle und suchen uns in Zusammenarbeit mit der ebenfalls alarmierten Polizei-Streife eine geeignete Landemöglichkeit. Nach der Landung wird die Med-Crew von der Polizei zur Einsatzstelle gebracht. Dort wird der Patient gemeinsam mit den Kollegen des RTW erstversorgt und transportfähig gemacht; dies kann u.U. einige Zeit in Anspruch nehmen. Dann wird abgesprochen, ob der Patient mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht wird oder mit unserem Hubschrauber transportiert wird. Der Pilot kommt im Falle eines bodengebundenen Transportes zum Krankenhaus und nimmt dort die Med-Crew wieder auf. Dann erfolgt einsatzbereit der Rückflug zur Station und dort wird dann getankt und das medizinische Verbrauchsmaterial aufgefüllt. Die Daten des Notarztprotokolles werden in den Rechner übertragen und damit ist der Einsatz dann abgeschlossen.

Jeder Tag endet damit, dass die Besatzung den Hubschrauber von der Leitstelle außer Dienst nehmen lässt, da aus verschiedenen Gründen kein Nachtflugbetrieb gewährleistet wird. Die Nacht über verbleibt das Fluggerät im Hangar. Kurz vor der geplanten Außerdienstnahme, deren Zeitpunkt sich nach dem Sonnenuntergang richtet, werden Einsätze noch entgegengenommen und nach Möglichkeit durchgeführt. Eine Rückkehr vom Einsatz bei Dunkelheit ist prinzipiell möglich. Nicht möglich hingegen sind üblicherweise Nachtlandungen außerhalb beleuchteter Landeplätze, da hierbei ein zu großes Flugunfallrisiko besteht.

 

 
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